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Bericht zum Abschluss des Projekts 1 (abgefasst Mai 2008)

 

1. Darstellung der Alfred-Delp-Schule

 

 

Entwicklung und Profil

 

 

Alfred-Delp-Schule

 

 

Die Alfred-Delp-Schule ist die einzige Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in Hamm. Sie wurde am 01.08.1977 als "Private Ersatzschule (Sonderschule) für geistig Behinderte der Lebenshilfe Hamm e.V." gegründet. Am 01.08.1981 wurde sie in die öffentliche Trägerschaft der Stadt Hamm überführt. Seit 1987 befindet sich die Schule an der Dambergstraße 10 in Hamm-Westtünnen und trägt den Namen "Alfred-Delp-Schule".

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler lag viele Jahre lang konstant in einem Bereich zwischen 120 und 125. Seit Beginn des Schuljahres 2000/2001 ist ein stetiger Anstieg der Schülerzahl zu verzeichnen. Beim Einstieg in das Projekt „Selbstständige Schule“ im Schuljahr 2002/2003 lag die Schülerzahl bei 144. Sie stieg kontinuierlich auf 225 im laufenden Schuljahr 2007/2008.

Der Anstieg der Schülerzahl entspricht einem landesweiten Trend an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Schulspezifisch ist festzuhalten, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die aus der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen zur Alfred-Delp-Schule wechseln, in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Die Zahl der Lernanfänger lag in den vergangenen Jahren zudem regelmäßig sehr stabil über der Zahl der Schulentlassenen. Gespräche mit Erziehungsberechtigten legen die Vermutung nahe, dass diese Entwicklung mit der Stärkung des Schulprofils im Rahmen des Projektes in Zusammenhang steht.

In Auswertung der schulstatistischen Daten der vergangenen fünfzehn Jahre lassen sich zur Struktur der Schülerschaft folgende Aussagen treffen:
· Das Alter der Schülerinnen und Schüler liegt zwischen 6 und ca. 19 Jahren.
· Etwa 25 % der Schülerinnen und Schüler sind als schwerstbehindert anerkannt.
· Etwa 35 % der Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund. 
 

 

Differenzierungsgruppe

Differenzierungsgruppe in der Vorstufe

 


Zurzeit werden 15 Klassen in der Alfred-Delp-Schule und eine Klasse in der Trainingswohnung unterrichtet (1 Klasse in der Vorstufe, 4 Klassen in der Unterstufe, 3 in der Mittelstufe, 5 in der Oberstufe und 3 in der Berufspraxisstufe). Die durchschnittliche Klassenfrequenz liegt bei 10 bis maximal 14 Schülerinnen und Schülern, der Unterricht erfolgt in der Regel mindestens in doppelter Lehrerbesetzung. Die Alfred-Delp-Schule ist eine Ganztagsschule mit einer Unterrichtszeit von 08:15 bis 15:15 Uhr.

Die Schülerschaft ist hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, ihres Förderbedarfs, des Grades, der Art und Ausprägung ihrer Behinderung, ihrer sozial-emotionalen Befindlichkeit, ihres Erziehungsbedarfs, ihrer Selbstständigkeit und ihrer Pflegenotwendigkeiten sehr heterogen. Kleingruppenarbeit, Differenzierung und Individualisierung prägen daher den Unterricht.
 

 

 Klassenraum

Klassenraum einer Mittelstufe

 

 

Die beschriebene Heterogenität bestimmt neben dem unterrichtlichen Vorgehen auch die schulische Ausstattung. Spezielle Förderräume und Pflegebereiche für Schwerstbehinderte sind neben den „üblichen“ Klassenräumen und Fachräumen erforderlich. Die Klassenräume haben alle einen Nebenraum, der Differenzierungsmöglichkeiten eröffnet und durch seine Ausstattung mit einer Küchenzeile auch kleinere hauswirt-schaftliche Tätigkeiten zulässt. Klassen- und Nebenräume sind ansprechend und anregend gestaltet, um eine positive Lernatmosphäre zu schaffen.

Die Alfred-Delp-Schule ist eine Schule der Primarstufe, der Sekundarstufe 1 sowie der Sekundarstufe 2. Die Schulzeit umfasst insgesamt 13 Schulbesuchsjahre. Nach der 10jährigen Vollzeitschulpflicht in den Schulstufen Vorstufe, Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe absolvieren die Schülerinnen und Schüler ihre Berufsschulpflicht in der 3-jährigen Berufspraxisstufe.

Beim Einstieg in das Projekt „Selbstständige Schule“ im Schuljahr 2002/2003 waren 40 Lehrkräfte an der Alfred-Delp-Schule tätig. Das Kollegium vergrößerte sich seitdem kontinuierlich auf 55 hauptamtliche Lehrkräfte im laufenden Schuljahr 2007/2008. Die Einstellungen erfolgten weitgehend schulscharf unter Berücksichtigung von Mangelbedarfen und mit Blick auf anstehende Unterrichtsentwicklungsmaßnahmen.

 

 

Kollegium

 

 

An der Alfred-Delp-Schule sind insgesamt 38 Lehrerinnen und 17 Lehrer mit folgender Ausbildung beschäftigt:
- 38 Sonderschullehrer und –lehrerinnen oder Lehrer und Lehrerinnen für Sonderpädagogik
- 14 Fachlehrerinnen und Fachlehrer an Schulen für Geistigbehinderte
- 1 Sek. 1 - Lehrerin
- 1 Werkstattlehrer
- 1 Lehrer für den muttersprachlichen Unterricht in türkischer Sprache (stundenweise)

 

 

Schulmanagement

Schulleiter der Alfred-Delp-Schule ist seit 1980 Karl-Heinz Willems, stellvertretende Schulleiterin seit 2002 Barbara Wachenberg. Die Übernahme der obligatorischen Dienstvorgesetzteneigenschaften nach $4 Abs. 1 VOSS erfolgte mit Beginn des Schuljahres 2005/2006. Zur Entlastung der Schulleitung und des Kollegiums von Verwaltungsarbeiten ist seit April 2007 eine Schulverwaltungsassistentin mit einer halben Stelle an der Schule tätig.

Zur erweiterten Schulleitung gehört Hermann - Josef Stümpel mit Zuständigkeiten im Bereich der Stundenplangestaltung, des Vertretungsplans und der Pflege der Schulwebsite.

Schulleiter und stellvertretende Schulleiterin sind geborene Mitglieder einer siebenköpfigen schulischen Steuergruppe, der außerdem die folgenden fünf Lehrkräfte angehören: Elfriede Menne-Gröger, Friedhelm Lange, Christian Schäfer (alle seit 08/2002), Andreas Flick und Melanie Preußler (beide seit 08/2006). Die Steuergruppe moderiert und steuert den schulischen Entwicklungsprozess, begleitet und berät die UE-Teams, sorgt für Verbindlichkeit von Absprachen mit Blick auf das Schulprogramm, ist verantwortlich für Fortbildung und Projektmittelverwaltung und berät über die Bewerberprofile im Rahmen von schulscharfen Stellenausschreibungsverfahren.

Dem Lehrerrat gehören fünf Lehrkräfte an. Er nimmt seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 personalvertretungsrechtliche Aufgaben wahr.

 

 

zum Teil 2 des Abschlussberichtes